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tartu kuma

Posted in // competitions, // friends by studiok6 on 17/02/2012

Kerri Kubpart erzielte in Zusammenarbeit mit studio k6 den 3. Preis beim Wettbewerb für den Neubau eines Kunstmuseums in Tartu, Estland!

Kunst und Kultur findet immer im Spannungsfeld zwischen Altem und Neuem, zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft statt. Die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ist damit immer auch ein Akt der Reflexion und Rückkopplung. Nur der Mensch, der sein eigenes Handeln kritisch zu beurteilen vermag, ist in der Lage sich weiter zu entwickeln.

Das Grundstück befindet sich im Zentrum Tartus, der zweitgrößten Stadt Estlands, in unmittelbarer Nähe zur Fussgängerzone. Auf der alten Stadtmauer wurden in der Vergangenheit mehrere – heute denkmalgeschützte – Gebäude errichtet, die als Bibliothek mit Ausstellungsflächen und Verwaltungsteil genutzt werden. Die Gebäudekanten der umliegenden Bebauung werden im Entwurf aufgenommen und formen ein Volumen, durch den ein Blockrand geformt und die nördlich gelegene Grünanlage gefasst wird.

Der Entwurf rückt die Kommunikation in den Mittelpunkt: Entlang einer Magistrale als zentralen Erschließungs- und Kommunikationsstrang begegnen sich Besucher, führen angeregte Gespräche im Café, erhalten Informationen über die Vergangenheit und können darüberhinaus selbst Neues schaffen. Die Magistrale wird angereichert durch vielfältige Angebote, die im Altbau neu organisiert werden und zusätzliche Fläche mit dem Neubau erhalten.


Der Dialog zwischen Alt und Neu findet sinnbildlich seinen Ausdruck in den beiden Hochpunkten des Neubaus, in denen Nutzungen konservierender sowie produzierender Art zusammengefasst und gegenüber gestellt werden. Im sich dazwischen aufbauenden Spannungsfeld liegt eine Dachterrasse, die für Veranstaltungen vielfältiger Art genutzt werden kann.
Die alte Stadtmauer, auf der die Bestandsfassaden ruhen, wird im Bereich des Neubaus freigelegt und ermöglicht den Besuchern im Untergeschoss ein haptisches Erlebnis der Stadtgeschichte.
Auf die mit viel Liebe zum Detail gestalteten Fassaden der Altbauten reagiert der Neubau mit einer neutralen und transluszenten Hülle aus Profilitglas, die die Farben des Tages einfängt und abbildet. Dagegen entsteht in der Dämmerung und der Nacht eine zeichenhafte und von innen heraus leuchtende Figur am Stadtfluss Emajõgi.

 

 

Bereits im Rahmen ihrer Master-Thesis im Sommersemester 2010 beschäftigte sich die gebürtige Estin
Kerri Kubpart mit dem vorliegenden Grundstück. Für die Wettbewerbsabgabe im letzten Jahr erfolgte dann die Kollaboration mit studio k6 und Adaption an das vorgegebene Raumprogramm und funktionale Vorgaben. Im Februar 2012 schließlich wurde unser Wettbewerbsbeitrag auf der Preisverleihung in Tartu ausgezeichnet.


studio k6 teamed up with Kerri Kubpart for the third place in the competition on a mixed use building combining art museum and public library in Estonia’s City of Tartu.
The two main functions of conserving culture and creating culture are housed in volumes faced at each other connected via an open event area. The building is defined by the outlines and bodies of its built environment and context. Below these structures lies the old city wall, which is partially exposed by the design concept of KUMA to enable the visitor to discover history in a tangible way. The plain translucent profilit-glazing contrasts the ornamental fronts of the surroundings and transforms the building complex by night into a huge body of light following the river Emajõgi – hence the concept’s name KUMA [Estonian for “glow”].


Kerri Kubpart koostöös studio k6 ja AS Tari – ga võitis oma esitatud tööga “KUMA” 3. koha Tartu kunstimuuseumi ja linnaraamatukogu ühishoone arhitektuurivõistlusel. Võidutööde autorid avalikustati selle aasta veebruaris, võistluse korraldaja oli Tartu linn.
Klassikalised muuseumi funktsioonid on kunsti näitamine, uurimine ja säilitamine. Raamatukogu puhul on tähtis tagada ligipääs erinevatest kirjatöödest ja infost huvitatud inimestele. Liites nii muuseumi kui raamatukogu erinevad ja ühised omadused tekib ühtse sünergia ja suunitlusega kultuurimaja – KUMA. Hoone kuju on suuresti inspireeritud nii olemasolevatest tänavajoontest kui ka krunti übritsevast hoonestusest. Fassaadi kolm erikõrgusega osa avavad vaated taustal olevale ajaloolisele vanalinnale. Kogu ruumiprogramm on jaotatud kolmeks selgeks plokiks. Olenevalt ruumifunktsioonist leidub hoones mitmeid suuremõõtmelisi aknaid, mis avavad vaated ümbritsevale linnaruumile. Peale päikeseloojangut on õhuline fassaad varustatud arvukate valgustitega, mis panevad kogu hoone “kumama”.


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