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masterthesis labor 92 forschen am massmannpark

Posted in // studies by studiok6 on 29/08/2010

Im Rahmen dieser Abschlussarbeit beschäftigte ich mich mit dem Grundstück an der Dachauer Straße 92 in München und dem Thema Forschungsbauten. Der Bestand, der früher als Verkaufsfläche für Pkws genutzt wurde und zwischenzeitlich Raum für Festivals wie das Stroke 01 Urban Art Fair Munich bot, soll auch in Zukunft erhalten werden. Im Gegensatz zur realen Planung befreit sich mein Entwurf dagegen von Altlasten, untersucht das städtebauliche Potential dieses besonders exponierten Ortes und skizziert hierfür eine Vision, in der Junge von den Erfahrungen Älterer profitieren und ihre Ideen in einem professionellen Rahmen weiterverfolgen können.
Es entsteht ein riesiger Spielplatz, wo Versuche scheitern dürfen und Träume entstehen.


Inspiriert von der Stiftung „Jugend forscht“ ist auf dem Grundstück der Dachauer Straße 92 geplant, jungen kreativen Köpfen mit Wissensdurst und einem gehörigem Maß an Neugier die Möglichkeit zu geben, in Teams zu experimentieren, zu forschen und dabei der Entwicklung neuer Lösungen auf der Spur zu sein. Die unmittelbare Nähe zum Maßmannpark mit seinem Sportangebot ist dabei ideal für eine mögliche Symbiose von Sport und Forschung, Körper und Geist.

Beginnend bei der Dachauer Straße entwickelt sich das Grundstück in mehreren Zonen zum Maßmannpark und schafft dabei an den Grenzen mit dem Auditorium und dem Restaurant wichtige Kommunikationsknoten. Das mittig platzierte Forum bedient alle anschließenden Funktionen als Freifläche und dient als großflächige Aufstellfläche für Versuche im Freien. Der eigentliche Forschungskörper schwebt in der Spur des Gesundheitsamtes über dem Auditorium und gewährt damit Ein-, Aus- und Durchblicke zur Dachauer Straße. Die Räume des Forschungskörpers orientieren sich um ein zentrales, lichtdurchflutetes Atrium, welches ungezwungene Begegnungen ermöglicht und damit dem elementaren Teil heutiger Forschung gewidmet ist: der Kommunikation.
Über dem Auditorium stapeln sich ein
Mehrzweckgeschoss mit angeschlossener Verwaltung, das gleichermaßen als Ausstellungsfläche oder als wettergeschützte Aufbaufläche für Versuche oder Apparaturen genutzt werden kann, ein Geschoss mit Bibliothek, Mediathek und zusätzlichen Gruppenarbeitsräumen, darüber auf zwei Ebenen verteilt die Labore mit Büro- und Nebenräumen und auf dem Dach schließlich das Skylab mit Observatorium, Gewächsgärten und Klimastation.

Die Fassade mit ihrer hexagonalen Wabenstruktur schafft Assoziationen zu Molekülverbindungen, Lichtreflexen, Hautzellen und Bienenwaben und deutet damit auf die Funktion des Neubaus. Technisch gesehen handelt es sich hierbei in Verbindung mit der klassischen Pfosten-Riegel-Fassade dahinter um eine unsegmentierte Zweite-Haut-Fassade. Neben der Verbesserung des Schallschutzes ergeben sich vor allem energetische Vorteile: im Winter reduziert die stehende Luftschicht Transmissionswärmeverluste, im Sommer führt die Thermik verbrauchte Luft ab.

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