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tempus fugit

Posted in // competitions, // generative design, // studies by studiok6 on 26/05/2010

Im Rahmen dieser Studienarbeit zum Thema generatives Entwerfen entwickelten wir den ersten Ansatz für die Erweiterung des Bode-Museums in Berlin weiter. Wie zuvor wurde die Absicht verfolgt die unterschiedlichen Anforderungen an Raumgröße und Belichtung jedes einzelnen Exponates so zu berücksichtigen, dass schlussendlich für jedes dieser Ausstellungsstücke der ideale Präsentationsraum generiert werden konnte.

Das Ausstellungskonzept der rund 7.000 qm großen Dauerausstellung greift dabei die Period Rooms des Bode-Museums auf und entwickelt diese weiter. An die Stelle der räumlich voneinander getrennten Epochen tritt hierbei ein kontinuierlicher Zeitfluss im Raum. Der durch Schotten gegliederte Ausstellungsraum lässt den Besucher entlang eines Pfades – einer Zeitschiene – durch die verschiedenen Epochen wandeln.


Die Paramter des Algorithmus ermitteln sich aus den Exponaten, die hierfür sortiert und katalogisiert wurden. Der in Grasshopper entwickelte Code spannt zunächst ein Feld paralleler Linien auf, mit welchem die Orientierung der Schotten festgelegt wird. Darin werden Attraktoren platziert, die Lichthöfe oder zu Gruppen zusammengefasste Exponate repräsentieren und entsprechend Belichtung, Epoche und Größe angeordnet sind. Jeder dieser Punkte verdrängt angrenzende Linien des Feldes um ein definiertes Maß und bewirkt damit eine lokale Krümmung innerhalb des Feldes. Durch dieses Verfahren, bei dem sich die Wirkungen mehrerer Punkte addieren und gegenseitig auflösen können, entsteht ähnlich den Schaubildern von Magnetfeldern eine “Spannungskarte”. Diese wurde ins CAD importiert und diente in der weiteren Bearbeitung als Blaupause für das Modell.


Die entsprechende Grasshopper-Datei kann hier heruntergeladen werden.

Im Ergebnis weiten und verjüngen sich Räume. Die gekrümmten Schotten bieten Raum oder Fokussieren den Blick und beeinflussen das Tempo und die Richtung des Besucherstroms. Nebenräume, Fluchttreppenhäuser und Lastenaufzüge können ihrerseits somit nahtlos in die Schottenstruktur integriert werden, dass sie kaum mehr wahrnehmbar sind und das Erleben des Raum- / Zeitflusses nicht stören.

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